Unser Förderkonzept

Eine Schule für alle Kinder

An unserer Schule gestalten wir den Unterricht so, dass jeder Schüler sein Leistungspotential ausschöpfen kann. Durch individualisierende und differenzierende Maßnahmen unterstützen wir die Stärken aller Schülerinnen und Schüler und bieten ihnen zur Verbesserung ihrer Schwächen Hilfen an.

Im Folgenden beschreiben wir die Maßnahmen, die wir ergreifen, um unsere Ziele zu verwirklichen.

 

1. Förderung und Forderung für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule

a. Förderband 2 und 3

Für die Jahrgänge 2 und 3 findet einmal in der Woche ein „Förderband“ statt. Jeweils zwei oder drei Klassen einer Jahrgangsstufe werden in möglichst leistungshomogene Gruppen aufgeteilt, die folgende Themenschwerpunkte haben:

  • Sprache (lesen, schreiben, vortragen)
  • Zahlen (Grundrechenarten, Geometrie, Knobelaufgaben)
  • Natur (forschend-entdeckend die Natur erkunden, bzw. zu selbstgewählten naturkundlichen Themen forschen)
  • Technik (Lernsoftware zu verschiedenen Themen am PC kennenlernen und nutzen)

Die Förderbandkurse wechseln vierteljährlich und fördern und fordern die Schüler auf verschiedenen Ebenen. Die Förderbänder sind in den Vormittag eingeplant und haben in der regulären Stundentafel ihren Platz.

Warum haben wir ein Förderband?

Wir sind überzeugt vom Förderband, weil dieses Kurssystem dazu dient, sowohl die Stärken der einzelnen Kinder zu fördern als auch ihre individuellen Schwächen aufzufangen.

  • Kinder mit einzelnen oder isolierten Schwächen können in kleinen Gruppen mit Hilfe von Stützmaßnahmen in die Lage versetzt werden, Lücken zu schließen, um dem Klassenunterricht zu folgen oder spätere Probleme zu vermeiden.
  • Angebote, die vorhandene Stärken ausbauen und teilweise über das im Unterricht Vermittelte hinausführen, erhöhen nachweislich die Lernmotivation und helfen somit, zusätzliche wertvolle Kompetenzen zu erwerben.

Warum finden die Kurse nicht im Klassenverband statt?

In einer Förderstunde können nur wenige Kinder, meist in ein oder zwei Bereichen, gefördert werden. Im Förderband besteht die Möglichkeit, Kinder mit ähnlichen Stärken oder Defiziten in einer Gruppe zusammen zu fassen und dadurch möglichst vielen Kindern einen passenden Kurs anzubieten – selbst wenn die Schule eigentlich nur über wenige zusätzliche Förderstunden verfügt.

b. Wahlpflichtkurse

Die Wahlpflichtkurse in Jahrgang 4 werden von den Schülern selbst gewählt. Jeder Schüler nimmt im Laufe des Schuljahrs an zwei verschiedenen Wahlpflichtkursen teil. Am Anfang des Schuljahrs wird das Angebot aus vor allem kreativen, handwerklichen Kursen vorgestellt. Danach können die Schüler ihre Kurse wählen. Die Wahlpflichtkurse finden einmal in der Woche klassenübergreifend statt. In diesem Schuljahr haben wir folgende Themen im Angebot: Töpfern, Falten mit Papier, Drucken, Upcycling, Buchbinden, Trickfilme sowie Handarbeiten.

Warum Wahlpflichtkurse?

Wahlpflichtkurse ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, durch ihre Wahl eigene Lernschwerpunkte zu setzen, die ihren individuellen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen. Durch die selbstgewählten Kurse sind die Schülerinnen und Schüler motiviert und engagiert. Außerdem lernen sie, sich in neuen, kleinen Gruppen zu orientieren, da die Kurse klassenübergreifend stattfinden. 

 

2. Förderung für Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik benötigen

Auf der Grundlage von spezifischer Diagnostik werden die zu fördernden Schüler in den Lernbereichen Deutsch und Mathematik ermittelt.

a. Förderstunden am Vormittag

Die Schüler werden in kleinen Gruppen am Vormittag gefördert. Am Anfang des Schuljahrs benennen die Klassen- bzw. Fachlehrer die Schüler für die Lese-Rechtschreibförderung und die Mathematikförderung. Die Schüler gehen dann in Jahrgang 2, 3 und 4 aus dem Unterricht ihrer Klasse heraus und werden individuell in Absprache mit dem Fachlehrer gefördert. Diese Gruppen können auch jahrgangsübergreifend sein. Der Förderzeitraum wird individuell für den Schüler von dem Klassenlehrer und der Förderlehrkraft festgelegt.

b. Förderstunden am Nachmittag

Die Schüler werden im Rahmen der Maßnahme „Fördern statt Wiederholen“ am Nachmittag in kleinen Gruppen gefördert. Organisiert wird das folgendermaßen: Am Anfang des Schuljahrs oder auch im laufenden Schuljahr werden die Schüler des Jahrgangs 3 und 4, die sehr schwache Leistungen (höchstens PR 24 % in den diagnostischenTests) in den Hauptfächern Mathe und/oder Deutsch erzielen und das Klassenziel in dem Fach wahrscheinlich nicht erreichen werden vom Fachlehrer bzw. Klassenlehrer vorgeschlagen. Nach Elterngesprächen und einer Fallkonferenz (die mit dem Förderkoordinator oder der Schulleitung durchgeführt wird) wird die Fördermaßnahme eingeleitet.

 

3. Individuelle Förderpläne für Schülerinnen und Schüler mit Inklusionsstatus

Jede Schülerin und jeder Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat gemäß § 12 Hamburger Schulgesetz einen Anspruch auf eine individuelle Förderplanung, aus der der jeweilige Unterstützungsbedarf und die Optionen zur Realisierung der Förderung hervorgehen. Die Erstellung des Förderplanes geschieht im multiprofessionellen Team bestehend aus der Sonderpädagogin und der Klassenlehrerin, sowie der an der Förderung beteiligten Personen in Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten und den Kindern selbst. Hier werden individuelle Ziele festgelegt und die erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen ermittelt. So entsteht in den Klassen ein erhöhter Personaleinsatz durch die Sonderpädagogin, Erzieher und durch Doppelbesetzungen von Lehrkräften. Auch wird mit unterschiedlichen Medien und Materialien qualitativ und quantitativ differenziert, wenn dieses erforderlich ist, um dem Kind mit sonderpädagogischen Förderbedarf das Lernen in der Gruppe zu ermöglichen.

 

4. Sophia-Kurse für Schülerinnen und Schüler mit besonderer Begabung

An der Gorch-Fock-Schule gibt es folgende Angebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen:

  • Parallel zum Regelunterricht gibt es sogenannte „Sophiakurse“ (benannt nach der Göttin der Weisheit), in denen in kleinen Gruppen jahrgangsübergreifend in den Bereichen Kunst, Philosophieren und Literatur gearbeitet wird.
  • Auch in unseren Förderbändern werden diese Kinder in ihren besonderen Stärken gefördert, wie zum Beispiel in einem Kurs zum Philosophieren und zum sachkundlichen Experimentieren.
  • Unsere Mathematik- und Lesewerkstätten sind so konzipiert, dass sie den besonders begabten Schülern die Möglichkeit bieten, auf ihrem individuell erhöhten Leistungsniveau zu arbeiten.
  • Die Kinderbühne ist ein integratives Angebot. Besonders begabte Schüler werden von ihren Lehrern ermutigt und auch aufgefordert, diese Bühne zum Präsentieren ihrer Fähigkeiten zu nutzen.

 

Ansprechpartner:

Frau Wilimzig