Laufgruppen

Zu Fuß zur Schule - Warum und wie?

 

Warum? 

Schlau, fit und friedlich  - durch Bewegung!

Toben und Rennen, Laufen und Klettern, Hüpfen und Springen machen Kinder nicht nur körperlich fit, sondern nachweislich auch klüger. Allein beim Gehen wird die Durchblutung des Gehirns um 13 Prozent erhöht. Es entstehen mehr Nervenbotenstoffe (Neurotrophine), die Zahl der Nervenverbindungen und das Aktivitätsniveau des Gehirns steigt. Studien ergaben, dass eine gute Bewegungskoordination mit einer guten Konzentrationsfähigkeit einhergeht. Kinder, die in ihrer frühen Kindheit viel körperlich aktiv waren, sind später in ihrer Sprachentwicklung weiter als Kinder, die ihre frühe Kindheit passiv verbringen müssen.

Nach Studien von Professor Bös sind Kinder, die täglich Bewegungsangebote erhalten, weniger aggressiv. Sie haben auch deutlich weniger Unfälle. Sie gehen motivierter zur Schule und werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

Fest steht: Kinder würden sich mehr bewegen, wenn die Erwachsenen sie ließen und mit gutem Beispiel vorangingen. Experten aus Medizin, Pädagogik und Sozialwissenschaften sind sich deshalb in ihren Forderungen weitgehend einig:

Eltern sollten schon früh auf ausreichende Bewegung achten und ihren Kindern durch eigene Aktivitäten ein Vorbild sein.

Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder so viele Wege wir möglich zu Fuß zurücklegen.

 

Wie funktionieren Laufgruppen?

Den Weg zur Schule in Laufgruppen zu organisieren, ist eine wunderbare Lösung und bringt viele Vorteile mit sich.

Sprechen Sie Eltern in der Nachbarschaft an, deren Kinder den gleichen Schulweg haben und bilden Sie gemeinsame Laufgruppen. Am besten sogar Jahrgangsübergreifend, dann können die Großen den Kleinen helfen. Ein Elternteil begleitet die Laufgruppe auf dem Weg zur Schule und alle teilnehmenden Familien wechseln sich ab.

 

Die Vorteile einer Laufgruppe:

1.  Man ist automatisch pünktlich, da die Gruppe sich rechtzeitig verabredet und ein gewisser Gruppendruck entsteht pünktlich bei der Gruppe zu sein. Trotzdem wartet die Gruppe 5-10min bis alle da sind und immer noch pünktlich losgegangen wird. Das freut auch die Lehrerin!

2. Die Eltern können sich mit der Begleitung abwechseln. Nur einer muss mitgehen. Bei vier Kindern in einer Gruppe, heißt dass: Mann muss höchstens zweimal pro Woche bringen!  die anderen Eltern haben mehr Zeit für andere Dinge.

3. Die Kinder können später zusammen ohne Elternbegleitung gehen.

4. Die Kinder freuen sich auf den gemeinsamen Schulweg. An der Schule ist der erste Drang sich auszutauschen bereits gestillt und wird nicht auf den Unterrichtsbeginn verlegt.

5. Es ist nachweislich gesund.

 

Der kleine Lösungsansatz für diejenigen, die aufs Autofahren nicht verzichten wollen: Halten Sie doch einfach etwas weiter von der Schule entfernt und lassen ihre Kinder den Rest des Weges selber laufen. Von der Richard-Dehmel-Str. Ecke Hardenbergstr. sind es 270 Meter zur Schule. Von der Anne-Frank-Str. Ecke Blankeneser Landstr. sind es 230 Meter. usw. Wer immer 10 Minuten zu spät dran ist, sollte einfach immer 10 Minuten früher losgehen. Meistens muss man dafür noch nicht einmal 10 Minuten früher aufstehen.

Beim Abholen gilt das gleiche: Parken die etwas weiter weg und fragen Sie Ihr Kind auf dem Weg zu ihrem Auto, wie sein Tag war. Ein bisschen Nieselregen dabei wird Sie nicht umbringen und Bewegung ist nicht nur gesund für ihr Kind.

Lesen Sie hierzu: Elterntaxis - Wo liegt das Problem?

 

Wenn Sie Unterstützung bei dem Bilden einer Laufgruppe benötigen, melden Sie sich bei uns. Wir helfen gerne und teilen unsere eigenen Erfahrungen mit Ihnen.